Dienstag, 28. Oktober 2014

Von Wellen und verlorenen Herzen PORTUGAL 2014 - PART III

Nachdem am Wochenende Tochters Kindergeburtstag überstanden wurde, kann ich nun vom letzten Teil unserer Portugalreise berichten.

Wieder ging's zu fünft im Polo kilometerweit über Portugals Landstraßen (Der Weg ist das Ziel...wir reisen!?) und Autobahnen bis wir - angekommen irgendwo im Nirgendwo - von der liebreizenden Stimme des Handynavis befohlen bekamen, die Autobahn zu verlassen. Es folgte Kreisverkehr um Kreisverkehr, bevor wir geradewegs auf's Meer zufuhren.
Netterweise durften wir diesen tollen Ausblick gleich ein zweites Mal genießen, denn Verkehrsführung, Navigationsstimme und Pololenker waren sich ob der Streckenführung zum Ferienhaus nicht gänzlich einig.
Dank der netten Hilfe des ortsansässigen Gemüsehändlers fanden wir dann doch irgendwann zumindest die richtige Gasse.
Wie vorab vereinbart, rief ich unsere Vermieterin an. Allen Sprachbarrieren zum Trotz (Sie: Portugiesisch/Französisch; ich: Deutsch/Englisch/Kaffee-Wasser-Bier-Bestellungs-Portugiesisch) lotse sie (bzw. ihr Schwiedersohn) mich zum richtigen Eingang und zeigte mir gleich das Haus.
Hach, was war es schön! Geschmackvoll und mit so viel Herzenswärme eingerichtet, mit allem notwendigen Schnickschnack ausgestattet und definitiv groß genug für uns 5 für die nächsten drei Tage. Einziges Manko war die Tatsache, dass wir - der wunderbaren Altstadtlage sei's gedankt - den Polo nicht vor der Tür parken konnten, sondern einen etwa 15 Minuten langen Spaziergang mit der Parkplatzsuche verbinden mussten. Im Gegenzug gab's - ebenfalls dank der Lage - Meeresrauschen am Frühstückstisch gratis.


Am nächsten Morgen ging's gleich an den Strand, der wirklich nur einen Steinwurf entfernt war.




Nach einem kleinen Mittagssnack ging's dann per Ascensor in die Oberstadt Sítio.



Unser Häuschen lag übrigens direkt am Fußbahnhof (für die ganz Interessierten, das zweite Dach links neben den Schienen).
In Sítio wehte gleich ein anderer Wind - nicht nur metaphorisch.
An diesem Tag war's zwar sonnig, aber eben auch beinahe stürmisch, was zumindest mich allerdings im weiteren Verlauf nicht davon abhalten konnte, wenigstens die angekündigten 5 - 6 Meter hohen Wellen am Leuchtturm zu bestaunen und im Bild festzuhalten.





Es war wirklich un.glaub.lich windig und die Wellen waren mit Abstand die monströsesten, die ich bislang gesehen habe (beides wird auf den Bildern gar nicht so deutlich). Deshalb (wegen des Windes) sind wir nach meiner Foto-/Filmsession und einem kurzen Bummel recht fix wieder "nach unten" gefahren - sehr zur Freude vom Räubermädchen.

Santuário de Nossa Senhora da Nazaré



Und schon war unser Urlaub fast vorbei. Am vorletzten Tag besuchten wir noch zwei Städtchen in der Nähe.
In Peniche fand aktuell ein Surf World Cup statt - haben jedenfalls unzählige Plakate verkündet.
Dort ist dann auch das Unausweichliche passiert: Während ich auf Papoa herumgekraxelt bin, stets auf der Suche nach DEM Wellenbild, war mein Kameraakku leer! Natürlich fiel mir in dem Moment auch ein, was ich noch ganz dringend habe besorgen wollen, bevor wir losgeflogen waren - e.n.d.l.i.c.h. einen Zweitakku! So habe ich zwar noch ein paar nette Bilder machen können auf eben jener (Halb-)Insel





und dabei sogar - und trotz der recht schlechten Sicht an dem Tag - einen kurzen Blick auf die vorgelagerten Berlengas erhaschen können.


Nach einem kurzen Mittagsimbiss am Strand (mit Portugals größter Fischverarbeitungsfabrik im Rücken - welch Idyll), brachen wir wieder auf und machten uns auf den Weg nach Óbidos.
Mangels funktionstüchtiger Kamera habe ich dort keine Bilder machen können, aber dieses wunderbar erhaltene Mittelalterstädtchen ist unglaublich hübsch anzusehen. Zwar wissen das die dort ansässigen Kaufleute auch und es herrscht geschäftiges Treiben recht touristischer Art, aber wer nicht der Meinung ist, drigend im Besitz einer der feilgebotenen Waren sein zu müssen, der kauft eben nichts...
Und dann ging es auch schon wieder heimwärts und ans Koffer packen...

Ach, eigentlich war's einfach so herrlich an der Costa da Prata bzw. insbesondere in Nazaré, dass nicht nur ich ein Stückchen meines Herzens dort verloren habe und ganz klar der Beschluss gefasst wurde, dass wir wiederkommen werden.

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