Freitag, 23. Oktober 2015

Wieder da!

Wir sind zurück im Ruhrgebiet.
Ich schreibe ganz bewusst nicht "zuhause" oder "daheim", weil mir in den vergangenen zwei Wochen klar geworden ist, wie wenig "zuhause" eigentlich wirklich für mich in meiner Heimat steckt. Natürlich sind hier meine Wurzeln fest verankert und meine Lebensmitte klar definiert - aber mein Herz wohnt doch mittlerweile zu großen Teilen woanders, in meiner Herzheimat...
Egal, es ist so, wie es ist, wir sind zurück im Städtchen an der Ruhr, das Wetter ist jahreszeittypisch trüb (ach, wie leuchten dennoch all die Bäume in den wärmsten Farben - ein wenig wie die Sommersonne, oder?! Quasi der Tristesse zum Trotz!) und mir bleiben (vorerst) nur Fotos und Erinnerungen an unseren (beinahe) perfekten Herzheimaturlaub...

Beinahe wäre es übrigens nichts geworden mit uns und Portugal - Mutti hat nämlich schlichtweg den Wecker überhört, der uns eigentlich rechtzeitig (und mitten in der Nacht) aus dem Schlaf dudeln sollte. Im Rekordtempo haben wir es trotzdem geschafft, uns und die Kinder anzuziehen (naja, bis auf das Babymädchen, das hat sich standhaft geweigert, den Schlafanzug auszuziehen - was soll's), die Koffer unter die Arme zu klemmen und das Taxi vom Hotel zum Flughafen pünktlich zu entern (auch in diesem Jahr ging unser Flug ab Brüssel - bzw. Charleroi - allerdings schon derart früh, dass wir eine Nacht in Fluhafennähe vorgezogen haben).
Wie dem auch sei, wir landeten pünktlich und unserer Weiterreise nach Nazaré konnte nichts mehr im Wege stehen - abgesehen von der simplen Tatsache, dass unser Autovermieter uns versetzte.

Verabredet waren wir für 9.00, über eine Stunde und unzählige (sinnlose weil nicht beantwortete) Anrufe später trudelte die gutgelaunte, portugiesische Ausgabe von Kevin James dann doch noch ein und freute sich des Lebens - meine Laune war mittlerweile weniger gut, übermüdet, unterkoffeiniert und hungrig wie ich war. Mit viel Verspätung trudelten wir schließlich doch noch in "unserer" Wohnung in Nazaré ein...
Die nächste Woche sollten wir die Umgebung rund um das Städtchen ausgiebig erkunden!

Einer unserer Ausflüge führte uns ins nahegelegene Alcobaça, das mit seiner Altstadt lockte. Das Wetter sollte uns gleich zweimal böse überraschen...

Mosteiro de Alcobaça 

Mosteiro de Alcobaça 

Mosteiro de Alcobaça 

Mosteiro de Alcobaça 

Nachdem wir zweimal nass bis auf die Haut geworden waren, durften die Kinder sich am Abend noch ein wenig am Strand austoben.


Am nächsten Tag lockte uns Leiria wieder mit einem Haufen alter Steine:

Castelo de Leiria

Castelo de Leiria

Castelo de Leiria

Castelo de Leiria 

Castelo de Leiria

Castelo de Leiria

Castelo de Leiria

Castelo de Leiria
Und wieder ging es anschließend noch ein Runde an "unseren" Strand...


Am Mittwoch zeigte sich dann auch endlich das Wetter von seiner Schokoladenseite! Mit dem Ascensor ging es für uns hoch hinaus in die Oberstadt, nach Sítio.




Dieser Ausblick über die Bucht und die Altstadt begeistert nicht nur mich immer wieder auf's Neue ;)


Ganz gemütlich sind wir 5 zum Leuchtturm spaziert. Anders als im letzten Jahr waren die Wellen nicht ganz so wild und ungezähmt, dafür gab's wagemütige Surfer zu beobachten. An die BigWaves, die Mr. McNamara hier reitet reichte die Brandung an diesem Tag nicht annähernd heran, um mich zu beeindrucken hat's dennoch gereicht.




Und während Herr D. mit den Mädchen den Leuchtturm bzw. das Fort erkundeten,


kraxelte ich an der Landspitze unterhalb herum, immer auf der Suche nach DEM Bild...


Unglaublich, wie klein man sich fühlen kann, angesichts solcher Kräfte.
Wir genossen noch ein wenig die Sonne in einem der kleinen Straßencafés in Sítio bevor wir mit dem Ascensor züruck in die Altstadt fuhren. Eigentlich hatte ich Herrn D. versprochen, zumindest einen Weg mal zu Fuß zu laufen, aber nachdem meine doofe Colitis ulcerosa sich pünktlich zum Urlaub mal wieder arg bemerkbar gemacht hat, haben wir diesmal drauf verzichtet.

Tags drauf führte uns der Weg nach Fátima bzw. Batalha.
Grundsätzlich gehören wir sicherlich nicht zu denjenigen Reisenden, die zwangsläufig jede Kirche und Kapelle auf ihrem Weg begutachten und bestaunen müssen. Dennoch hat mich Fátima gereizt und letztlich auch extrem fasziniert. 
Ich denke, jeder, der mal in der Gegend ist, sollte sich
 - unabhängig von Glauben und Nichtglauben und Konfessionen - 
diese Wallfahrtsstätte ansehen und auf sich wirken lassen.

Igreja Santissima Trinidade

Gegenüber der erst in diesem Jahrhundert (2007/2009) gebauten Dreifaltigkeitskirche 
mit etwa 9000 (!!!) Sitzplätzen im Inneren 
liegt die alte Kathedrale (Basilica Antiga).
Zwischen den beiden Gotteshäusern, die unterschiedlicher kaum sein könnten, 
liegt der größte Kirchenvorplatz der Welt.


Wie gesagt, wir fanden diesen Ort sehr beeindruckend.
Weiter ging's quasi über Stock und über Stein - sprich ohne Autobahn und durch wunderbahre Landschaften nach Batalha.
Kaum kamen wir in das Örtchen, sprang uns das nächste UNESCO-Weltkulturerbe förmlich entgegen:


Das Mosteiro de Santa Maria de Vitória, das Kloster von Batalha.
Hach, was gab es in diesen alten Gemäuern alles zu bestaunen...













Und weil das Wetter noch immer so toll war, haben wir den Abend "daheim" am Strand verbracht.











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